Im Jahr 2026 hat der Freistaat Bayern den Vorsitz der Agrarministerkonferenz inne. Aus diesem Grund haben sich seit gestern die Minister aller Bundesländer sowie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Bad Reichenhall versammelt. In ihren Eröffnungsstatements haben Rainer sowie Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kanibar die Ziele der Konferenz verdeutlicht.
Bad Reichenhall ist in diesen Tagen das Zentrum der deutschen Agrarpolitik: Im Königlichen Kurhaus hat die Agrarministerkonferenz begonnen. Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder beraten dort gemeinsam mit dem Bund über die großen Zukunftsfragen der Landwirtschaft. Im Mittelpunkt steht die Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2028.
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betonte in ihrem Eröffnungsstatement unter anderem die Bedeutung von Ernährungssouveränität. Denn die Weltordnung sei im Umbruch; der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe gezeigt, wie wichtig Unabhängigkeit sei. Dabei seien Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Bäuerinnen und Bauern von hoher Bedeutung, ergänzte Kaniber. Bürokratieabbau ist hier nach wie vor der vielerorts geforderte Schlüssel. Er steht deshalb ebenso auf der Agenda wie ein Düngerecht, das mit der Realität von Bäuerinnen und Bauern in Einklang zu bringen ist. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer mahnte in seinem Statement zudem zur Einheit: Europa sei unser Friedensgarant.
Mit dem Auftakt ist damit auch der Ton gesetzt: Die Landwirtschaft soll gestärkt, Vorgaben sollen praxistauglicher werden, und Bund und Länder wollen in zentralen Streitfragen zu gemeinsamen Lösungen kommen. Die Beschlüsse der Agrarministerkonferenz werden am Freitag erwartet.